Opa Oskars Kinder-Spielhaus

Liebe deinen Nachbarn, reiß aber den Zaun nicht ein!

Die Recherche

Da hat sich der Opa wirklich was einfallen lassen. Nach mühevoller Recherche im Internet hat er alles gefunden, was er braucht. Man muss dazu sagen, dass der Computer und er nicht wirklich beste Freunde sind. Doch es hat gereicht, um einige Ideen und dienliche Bauanweisungen zu finden. Nach eingehenden Ermittlungen, welches Holz sich am besten für ein Spielhaus eignet, ist Opa Oskar nun bestens informiert.

Das richtige Baumaterial

Die Kriterien das geeignetste Bauholz zu finden, haben es ihm nicht leicht gemacht: kinder- und umweltfreundlich soll es sein, witterungsbeständig, langlebig, widerstandsfähig, qualitativ hochwertig und es darf nicht zu viel kosten. Der Opa weiß nun, dass einheimische Douglasien-, Fichten- u. Kiefernhölzer diesen Anforderungen am meisten entsprechen. Zum Schutz gegen Fäulnis und Pilze, womit das Spielhaus im Garten belastet wäre, müsste das Holz sorgfältig getrocknet werden. Da dem lieben Opa allerdings die Geduld dazu fehlt, soll eine schnellere Lösung her. Eine Alternative ist entweder ein Anstrich des Holzes mit einer giftfreien Lasur oder kesseldruckimprägniertes Holz. Allerdings ist hierbei unbedingt zu beachten, welches Holzschutzmittel für die Imprägnierung verwendet wird. Es gibt mittlerweile chromfreie Imprägniermittel, dessen Herstellung regelmäßig kontrolliert wird. Schließlich entscheidet sich der Opa für ein imprägniertes Kiefernholz aus dem Baumarkt.

Gutgemeinte Ratschläge

Zufrieden mit sich und voller Eifer flitzt er im Garten umher. Zur gleichen Zeit backt die Oma einen Kuchen. Als sie ihn durch das Küchenfenster erblickt, bleibt sie für einen Moment stehen. Sie sieht ihn den Erdhügel rauf und runter regelrecht rennen. Er hat bereits braune Flecken an den Knien und sein Hemd ist ihm auf einer Seite aus dem Hosenbund gerutscht. Total vertieft schlägt er einen Holzpfahl nach dem anderen ein und setzt seine Markierungen. Da kommt der Nachbar und, weil ihn der hochkonzentrierte Opa zuerst nicht bemerkt, muss er sich durch Rumwedeln bemerkbar machen. Die Oma hört nicht worüber sie sich unterhalten. Doch sie weiß, wenn die zwei aufeinander treffen, verheißt es meistens nichts Gutes.

Eine verdiente Pause

Sie eilt zu den beiden hin. Der Nachbar ist gerade dabei den Opa freundlicherweise darauf aufmerksam zu machen, dass ein Kinderspielhaus rechtlich eine Nebenanlage ist und es dafür ein bauplanungsrechtliches Gebot gibt. Beide geraten in ihren Monologen immer mehr in Rage, da unterbricht sie die Oma. „Oskar! Du arbeitest schon so lange, mach doch mal eine Pause. Ich habe einen Kuchen gebacken! Du meine Güte, der Kuchen! Ich muss ihn schnell herausnehmen!” Sie stürmt in die Küche und kurz darauf kommt sie mit zwei Tassen Kaffee wieder. Vorerst kehrt Ruhe ein und die zwei Streithammel genießen schweigend bei einem Stück Kuchen auf der Terrasse die Nachmittagssonne.

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